Golfshop-Kretschy

Fitting

Golfschläger von der „Stange“ passen oft nicht optimal zum Spieler oder seinen Schwunggewohnheiten.

Mit einem modernem Schlägerfitting passen wir Ihnen, unter Berücksichtigung des Alters, der körperlichen Voraussetzungen und Ihres Könnens, die für Sie geeigneten Golfschläger an.

Wolfgang Kretschy unterstützt Sie mit einer statischen und dynamischen Schwunganalyse und berät Sie gerne über die Möglichkeiten der Schlägerverbesserung bzw. die Zusammenstellung eines für Sie geeigneten Schlägersatzes eines Herstellers Ihrer Wahl.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

____________________________________________________________________________________________

Beim Golfschläger-Fitting bzw. Custom Fitting handelt es sich um die Anpassung von Golfschlägern an die Geometrie des menschlichen Körpers und der individuellen Schwungbewegung beim Schlag.

Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines
2 Golfschlägerfitting-Methoden
2.1 Das statische Fitting
2.2 Der Schwungtest - das dynamische Fitting
2.3 Das biometrische Fitting
3 Zusammenfassung
5 Literatur

1 Allgemeines

Zu jeder Golfsaison kommen unzählige Golfschläger auf den Markt, die noch besser auf jeden Golfer zugeschnitten sind. Bleibt die Frage, wie man bei dieser Unmenge von Golfschlägern überhaupt den richtigen findet. Die Auswahl und daran anschließend die Entscheidung zum Kauf fällt also alles andere als leicht, zumal die Werbung in den Golfmagazinen behauptet, dass mit jedem neuen Schläger, der neu ins Geschäft kommt, der Golfball noch weiter geschlagen werden könne und noch besser sei. Tatsächlich stammen die meisten herkömmlichen Golfschläger aus der Massenproduktion und namhafte Hersteller unterscheiden sich durch ihre eigens entwickelten technischen Innovationen. Da aber jeder Mensch einzigartig auf der Welt ist, vor allem in seinem Körperbau, kann geschlussfolgert werden, dass die meisten Golfschläger ungeeignet sind. Die Wahl des richtigen Golfschlägers hängt letzten Endes davon ab, dass die meisten Golfschläger individuell angepasst werden müssen, was wiederum durch ein Golfschläger-Fitting erreicht wird. Erst dann kann man sichergehen, dass das Potenzial des Spielers und des Equipments nicht verschenkt wird.

2 Golfschlägerfitting-Methoden

Auf einer Golfanlage können Golfspieler, ob Anfänger oder Pros, ihre Golfschläger individuell anpassen lassen.
Jeder Golfschläger muss zum Spieler passen. Da die meisten Golfschläger trotz hochwertiger Materialien und immer neuer mit modernster Computertechnik entwickelten Golfschläger "von der Stange" kommen, sollte man den Schritt wagen, seine Schläger an Haltung, Körpergröße und Schwungbewegung anpassen zu lassen. Ein optimales Golfschläger-Fitting oder Clubfitting bildet schließlich die Grundlage für ein gutes Golfspiel. Vor allem Neulinge werden sich jetzt die Frage stellen, ob es notwendig ist, bereits zu Beginn der Golfsport-Karriere die Schläger einem Fitting zu unterziehen. Das muss letzten Endes jeder selbst für sich entscheiden. Doch wenn einige grundsätzlichen Parameter wie Schlägerlänge, Schlägerkopf-Typ, Schaftflex, Griffstärke und MOI nicht stimmen, so wird sich der Erfolg nur schwerlich einstellen. Im Grunde genommen lässt sich sagen, dass Anfänger von einem für sie maßgeschneiderten Schlägersatz profitieren werden. Denn er unterstützt ihn von Anfang an, die richtige Technik zu erlernen und umzusetzen.
Beim Golfschläger-Fitting unterscheidet man im Allgemeinen zwischen statischem und dynamischem Clubfitting. Allerdings ist diese simple Differenzierung bei weitem nicht ausreichend, um alle Möglichkeiten, Vorteile, aber auch Fehlerquellen aufzuzeigen. Ferner gibt es noch das biometrische Fitting.

2.1 Das statische Fitting
Je nach Körpergröße (Armlänge, Beinlänge und auch Fingerlänge) hat jeder Golfspieler andere körperliche Voraussetzungen, um einen Golfball optimal zu schlagen. Mit Hilfe eines statischen Fittings werden entsprechend die Körpermaße ermittelt, so dass die Länge des Schaftes, die Griffstärke, den Lie (Winkel des Schlägerkopfes im Verhältnis zum Schaft) und den Schaftflex bestimmt werden kann. Stehen die körperbezogenen Daten einmal fest, dann wirkt sich dies positiv auf die Schlagweite, Schlaggenauigkeit und Flugbahn aus.
1. Die Schaftlänge
Beim statischen Fitting ist es erforderlich, dass man die Körpergröße, den Hand-Boden-Abstand im Stand und die Größe der Hand misst. Hierzu benötigt man die Hilfe einer zweiten Person und ein Maßband. Erforderlich ist, dass man in jedem Fall die Größe nachmisst, und sich nicht auf frühere Messungen verlässt. Als Erstes wird die exakte Körpergröße ermittelt. Im zweiten Schritt geht es darum, den Abstand von Beginn des Handgelenks bis zum Boden zu messen. Bei dieser Messung sollte man in Golfschuhen gekleidet aufrecht stehen und die Arme locker hängen lassen. Der Rechtshänder misst den Abstand an der rechten Hand, als Linkshänder nimmt man selbstverständlich die linke Hand. Der Standard-/Mittelwert bei Herren beträgt 36 Inch/Zoll (91,5 cm) und bei Damen 35 Inch/Zoll (81,5 cm). Inch ist im Deutschen die Längenheit Zoll und die im Golfsport gängige Maßeinheit. 1 Inch entspricht ca. 2,54 cm. Mit Hilfe von Tabellen lässt sich die genaue Schaftlänge feststellen:

Tabelle Herren: Hand-Boden-Abstand entspricht der folgenden Schaftlänge
79,0 - 84,0 cm minus 1,0 Inch
84,0 - 89,0 cm minus 0,5 Inch
89,0 - 94,0 cm Eisen 5 = 38 Inch
94,0 - 99,0 cm plus 0,5 Inch
99,0 - 104,0 cm plus 1,0 Inch
104,0 - 109,0 cm plus 1,5 Inch
109,0 - 114,0 cm plus 2,0 Inch

Tabelle Damen: Hand-Boden-Abstand entspricht der folgenden Schaftlänge
69,0 - 74,0 cm minus 1,0 Inch
74,0 - 79,0 cm minus 0,5 Inch
79,0 - 84,0 cm Eisen 5 = 37 Inch
84,0 - 89,0 cm plus 0,5 Inch
89,0 - 94,0 cm plus 1,0 Inch
94,0 - 99,0 cm plus 1,5 Inch
99,0 - 104,0 cmplus 2,0 Inch

2. Griffstärke
Um die Griffstärke beim Golfschläger-Fitting zu ermitteln, muss man vom Handgelenk bis zur Fingerkuppe des Mittelfingers messen. Die Fingerspitzen sollten beim Messen ganz leicht die Handflächen der linken Hand berühren. Bei den Herren liegt die Standard-Griffstärke bei 22,8 Millimeter und bei den Damen bei 21,7 Millimeter Durchmesser. Gemessen wird die Griffstärke im montierten Zustand fünf Zentimeter (ca. zwei Zoll) unterhalb des Griffendes.


Eine Größen-Korrektur kann durch das Addieren und Subtrahieren vom Standard-Durchmesser erfolgen.
1/64=0,4 mm
1/32=0,8 mm
1/20=1,3 mm
1/16=1,6 mm
1/12=2,1 mm
1/10=2,5 mm

In der Regel bestehen die Griffe der Golfschläger aus Gummi. Die Auswahl erweist sich als sehr vielfältig und somit werden Gummigriffe in zahlreichen Härtegraden und Farben angeboten. Wer als Golfer einen noch besseren Halt beim Schlag erhalten möchte, sollte sich für einen textilverstärkten Griff entscheiden. Hierbei wird zwischen Half-Cord- und Full-Cord-Griffen unterschieden. Der einzige Nachteil bei diesen Griffen ist jedoch, dass der Golfhandschuh aufgrund der raueren Oberfläche dieser Griffe häufiger ersetzt werden müssen. Griffe aus Leder zählen mit zu den Besten; sie dämpfen den Großteil der Erschütterung und erweisen sich bei Wind und Wetter als extrem haltbar. Darüber hinaus bleibt die Rutschfestigkeit auch bei feuchten Händen und leichtem Regen beständig. Aber auch hier gibt es einen kleinen Haken: Bei starkem Regen neigen Ledergriffe dazu, leicht seifig zu werden, worunter die Griffigkeit leidet.
Die richtige Griffstärke wird meist unterschätzt, obwohl sie ausschlaggebend ist, wie Golfer ihren Schlag ausführen. Ein zu dicker Griff schränkt nämlich die Beweglichkeit des Handgelenks ein. Mit der Folge, dass der Spieler seine Schläger nach rechts zieht. Ist der Griff allerdings zu dünn, wird das Handgelenk zu früh gelöst und der Golfball hat den Drang nach Links zu fliegen. In beiden Fällen wirkt sich eine falsche Griffstärke negativ auf den Schwung aus, was wiederum zu einem schlechten Ballflug führt.

3. Lie-Winkel
Der Lie-Winkel befindet sich zwischen Schaft und der Sohle des Schlägerkopfes. Er sollte so ausgerichtet sein, dass die Unterseite des Schlägerkopfes im Treffmoment des Golfballs exakt parallel zum Boden ist. Anders ausgedrückt, die Spitze des Schlägers sollte beim Ansprechen des Balls etwas oberhalb des Bodens sein. Denn sobald der Winkel zu steil ist, kommt es unweigerlich zum Bodenkontakt, indem die Ferse des Schlägers den Boden berührt. Die Folge: Es entsteht ein Hook, also ein Ball, der gerade startet und anschließend stark nach links (Rechtshänder) fliegt. Sobald der Lie-Winkel zu flach ist, berührt die Spitze des Schlägerkopfes den Boden und der Ball erhält einen starken Slice. In diesem Fall ist die Schlagfläche zu weit geöffnet und der Golfball zieht extrem nach rechts (Rechtshänder). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein falscher Lie-Winkel sich stets negativ auf die Flugbahn des Balles auswirkt, weil das Schlägerblatt nicht waagerecht zum Boden ist. Der Winkel hängt von der Körpergröße des Spielers ab und steht im direkten Zusammenhang mit der Ansprechhaltung und der Schwungebene des Spielers.
Für große Spieler muss der Lie-Winkel steiler sein und für kleinere entsprechend flacher. Einige Schlägerhersteller bieten in ihrer Schlägerpalette Golfschläger mit unterschiedlichen Lie-Winkel an; diese sind in 1-Grad Schritten bis maximal 5 Grad steiler bzw. flacher. Darüber hinaus lassen sich auch einige Schlägerköpfe biegen. Diese Methode sollten allerdings nur Fachleute mit entsprechender maschineller Vorrichtung vollziehen. Aber nicht jeder Schlägerkopf lässt sich ohne Weiteres biegen, wie etwa gusseiserne Schlägerköpfe einiger Hersteller. Hier treten beim Biegen Risse im Material auf.

4. Schaftflex
In der Regel bestehen Golfschläger-Schäfte heutzutage aus Stahl oder Graphit, und in beiden Fällen kommt es darauf an, welche Schlägerkopfgeschwindigkeit der Spieler erzielt. Ein erfahrener Clubfitter berücksichtigt bei der Ermittlung der Biegsamkeit eines Schaftes zusätzlich den Schwungrhythmus und das Tempo, um letztlich den idealen Schaft für den Spieler zu finden.
Golfschäfte aus Stahl, die ein höheres Gewicht und eine direkte Übertragung von Vibrationen aufweisen, vermitteln eine starke Rückmeldung. Diese wiederum ermöglichen dem Spieler Rückschlüsse auf dessen Spiel zu ziehen. Allerdings sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Mehrzahl der männlichen Golfer mit einem Stahlschaft spielen, denn sie schätzen die höhere Verwindungsfestigkeit und die daraus resultierende bessere Kontrolle. Es gibt aber auch Spieler, die die Vibrationen als störend empfinden. Für diese Spieler empfiehlt es sich, zu den Graphitschäften zu greifen. Sie sind wesentlich leichter als Stahlschäfte und können schneller beschleunigt werden. Ein Graphitschaft verlagert nämlich mehr Gewicht in den Schlägerkopf und generiert dadurch eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit. Um einen perfekten Schaft zu auszuwählen, sollten Golfer folgende Aspekte berücksichtigen:

4.1. Golfschläger Flexes
Auf den Golfschäften sind Buchstaben vermerkt, die Aufschluss darüber geben, welche Schaftflex-Kategorie man in den Händen hält.

Ladies (L) – geeignet für Damen, Herren und Senioren mit sehr geringer Schwunggeschwindigkeit. Diese liegt bei einem Schaft mit der Kategorie "L" bei ca. 60mph.

Allround (A) / Senior (S) / Medium (M) – Golfer, insbesondere kräftige Damen oder Herren mit mäßiger Golfschläger-Schwunggeschwindigkeit (ca. 60–75 mph).

Herren Regular (R) – ein Schaft mit der Kategorie "R" ist geeignet für sportliche Damen und Herren, die ihren Abschlag mit einer normalen Schwunggeschwindigkeit (ca. 75–90 mph) ausführen.

Stiff (S) - ist ein Schaft, mit dem sehr sportliche Herren und gute Golfer mit hoher Schwunggeschwindigkeit (ca. 90–100 mph) spielen.

X Stiff (XS) – Profi-Golfer mit extrem hoher Schwunggeschwindigkeit ( ab 100 mph) entscheiden sich in der Regel für diesen Schaft.

Da die Schaft-Flexe von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind, ist es umso mehr erforderlich, dass der Schaft den individuellen Spielgewohnheiten angepasst wird. Denn ein zu weicher Golfschlägerschaft tendiert dazu, nach links und zu niedrig zu fliegen. Ist der Schaft hingegen zu hart, lässt sich der Ballflug als kurz, nach rechts verlaufend und hoch beschreiben.

4.2. Kick Point
Die meisten Golfer haben sicherlich schon vom Kick Point eines Schaftes gehört. Es handelt sich dabei um den Bereich des Golfschlägerschaftes, der sich beim Abschlag am meisten biegt. Ein zu niedriger Kick Point bedeutet, dass der Biegepunkt des Schaftes sich mehr in Richtung Griff befindet. In diesem Fall hat der Golfball einen relativ niedrigen Ballflug. Bei einem mittleren Kick Point liegt der Biegepunkt im mittleren Bereich des Schaftes und der Ballflug ist normal. Gefittet werden kann ein Schaft in den 3 verschiedenen Flex-Bereichen – Griff, Mitte und im Bereich vor dem Hosel, auch Tip genannt.

4.3. Torque – Verdrehung
Der Begriff Torque bezeichnet die Verdrehung (von lateinisch torquere = "drehen", Plural gleichlautend; englisch torque) des Schaftes um die Längsachse. Generell gilt: Je geringer die Verwindungssteifigkeit, desto geringer ist die Abweichung bei nicht mittig getroffenen Bällen. Allerdings fühlt sich der Schaft bei einer Verdrehung auch sehr steif an und hat meist einen weichen Schaft-Flex. Spieler, die mit Gelenkproblemen zu kämpfen haben, sollten beachten, dass Golfer mit einer hohen Schwunggeschwindigkeit einen Schaft benutzen sollten, der wenig Torque (um 3 Grad) aufweist. Golfer, die ihren Golfschläger eher langsam schwingen, sollten einen Torque ab fünf Grad wählen.

Der Schwungtest - das dynamische Fitting

Das dynamische Golfschläger-Fitting basiert vornehmlich auf der Analyse des Golfschwungs, wobei der Schläger an das vorhandene Schwungbild angepasst wird. Im Normalfall kommt die Schwungbahn des Golfers von außen nach innen. Dabei wird der Ball durch das Schlägerblatt im Treffmoment angeschnitten (engl. to slice) und erhält dadurch einen Seitwärtsdrall im Uhrzeigersinn. Dasselbe Phänomen ist bei einem Hook zu beobachten. Hierbei zieht der Golfball allerdings in einer Flugkurve nach links weg, da der Spieler mit einer geschlossenen Schlagfläche an den Ball kommt und diesem im Treffmoment einen negativen Sidespin verleiht. Diese beiden Schlagphänomene sind im Golfschwung verankert und können mit Lie-Korrekturen nahezu ausgeglichen werden. Es gibt diesbezüglich verschiedene Verfahren, die nun vorgestellt werden.
Lie-Boards
Eine Möglichkeit, ein dynamisches Clubfitting durchzuführen, ist das Abschlagen von einem Lie-Board. Hierbei werden von einer harten schwarzen Plastikplatte Bälle geschlagen, anhand der der Fitter ablesen kann, ob der Schlägerkopf erst mit der Spitze oder der Ferse den Boden berührt oder ob der Golfball im Sweetspot getroffen wird. Diese Technik orientiert sich allerdings am Augenblick des Schwunges und anhand der Sohlenspuren soll der Lie-Winkel festgestellt werden. Doch da der Golfschläger im Treffmoment nicht in den Boden eintauchen kann und somit auf der harten Oberfläche der Matte "korrekt" den Ball trifft, ist das Ergebnis meist nicht wirklich aussagekräftig. Versuche des Golf Instituts of America haben bei Tests gezeigt, dass es hier zu Abweichungen von bis zu 10 Grad kommen kann. Eine optimale Lie-Korrektur ergibt in der Regel eine Genauigkeit von 0,5 Grad.
Lie-Aufkleber
Bei dieser Methode werden die Schläger mit Aufklebern, den so genannten Face Tapes und Lie Tapes versehen, mit denen der Golfer Übungsbälle von einer Rangematte schlägt. Im Prinzip gilt hier das gleiche wie für die Lie-Boards, denn wie bei einer Schlagplatte hinterlässt der Schwung Spuren. Befindet sich die Schleifspur in der Mitte des Klebestreifens auf der Sohle des Schlägerkopfes, so ist der Lie-Winkel optimal. Sobald aber der Schwung eine Spur weiter vorn hinterlässt, ist der Lie-Winkel des Schlägers zu flach. Ist der Lie-Winkel zu steil, dann befindet sich die Spur näher am Schaft.

Golf-Simulatoren
Mit Hilfe eines Golfsimulator werden Schwunggeschwindigkeit, Schlägerverlaufsbahn, Treffmoment und Entfernung der Schläge gemessen. Anhand der ermittelten Daten lässt sich im Anschluss ein individuelles Profil des Schwungs erstellen, welches wiederum die Grundlage für ein optimales Clubfitting darstellt. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das Fitting bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit durchgeführt werden kann. Vergleiche mit früheren Ergebnissen, Schwüngen und Putts tragen wesentlich dazu bei, den Schwung zu analysieren und aus den gewonnenen Erkenntnissen das Handicap zu verbessern. Aufgrund des hohen virtuellen Realismus können mit Golfsimulatoren Flugdaten einschließlich Flächenwinkel, Schlägerpfad, Ballgeschwindigkeit, Schwunggeschwindigkeit und Spinrate bestimmt und miteinander verglichen werden. Aus diesen Messungen ergeben sich realistische Daten wie Ballfluglänge, Flughöhe, Gesamtlänge und Impact. Da der Ballflug äußerst realistisch dargestellt wird, lassen sich auch Fades, Slices, Draws, Hooks, Straights und selbst verzogene Schläge genauestens analysieren. Auch jede Art des Kurzspiels kann mit einem Golf-Simulator getestet werden. Das Fitten von Driver, Eisen, Wedges und Putter geht somit einfach, präzise und schnell.

Das biometrische Fitting

Das biometrische Fitting, auch Body-Custom-Fitting genannt, ist die wohl erfolgsversprechenste Methode, einen Golfschläger dem individuellen Körperbau und der Schwungbewegung anzupassen. Neben dem klassischen Maß "Handgelenk–Boden" und der Körpergröße ist hier insbesondere das Verhältnis von Oberkörper zu Unterkörper sowie die Neigung des Rumpfes ausschlaggebend. Entwickelt wurde das biometrische Fitting von Mike Klais.
Beim biometrischen Golfschläger-Fitting liefert der Golfer lediglich seine Körpermaße, die mit Hilfe einer Software mathematisch korrekt und physikalisch erfasst und ausgewertet werden. Grundlage für die Berechnung sind Konstanten aus den besten Schwüngen dieser Welt und die biometrischen Daten von einigen tausend Personen. Berechnet werden bei dieser Methode des Clubfittings nicht nur die ideale Schaftlänge für alle Golfschläger, sondern auch deren jeweiliger Lie-Winkel.
Für die meisten Clubfitter stellt das biometrische Fitting die zuverlässigste Art dar, wie man Golfschläger professionell anpassen kann. Denn dieses Fitting basiert auf einem korrekten Setup, u. a. also dem Rumpfwinkel beim Ansprechen des Golfballs, der optimal bei mindestens 30 Grad liegt. Die Rumpfneigung wird entsprechend dem Alter des Spielers und dessen sportlichem Geschick mit Hilfe des Clubfitters vorgegeben. Zur Bewertung bzw. Messung der Neigung des Rumpfes hilft ebenso eine Videoanalyse.
Vor allem Anfänger profitieren von gefitteten Schlägern, weil es Lernerfolg erleichtert. Erfahrene Spieler werden durch gefittete Golfschläger genauer und konstanter spielen können. Durch an den Schwung angepasste Schläger wird sich der Körper wesentlich wohler fühler und der Bewegungsablauf sich leichter festigen.


Zusammenfassung

Eine professionellen Analyse des eigenen Schwungs zeigt dem Golfer Verbesserungsmöglichkeiten. Schwungoptimierung, Schlägerfitting und Materialqualität zusammen, ermöglichen eine souveräne, stressfreie und gesunde Spielweise. Das Golfschläger-Fitting soll sicherstellen, dass Golfschläger des Spielers, eine optimale Körperbewegung zulassen und keine unnötigen Belastungen (Sehen, Gelenke, Wirbel etc.) und Kompensierungen im Schwung erfordern. Somit kann die Konzentration des Spielers der Spieltaktik und den Erfordernissen des Spiels vorbehalten bleiben.
Gleich, ob es sich um ein Komplett-Golfschläger-Fitting (Driver, Fairwayhölzer, Hybridschläger, Eisenschläger Wedges) oder nur um einen ganz bestimmten Schläger aus dem Golfbag handelt, sollten bezüglich des Custom Fittings bestimmte Punkte berücksichtigt werden.
Um ein gutes Schlägerfitting zu erreichen, benötigt man die genauen Körpermaße. Bei dieser Form des Fittings handelt es sich um das statische Fitting. Hierzu stellt man sich bequem und aufrecht, am besten in Golfschuhen gekleidet, hin und misst nach und nach die Körpergröße, die Armlänge, die Finger und den Handballen. Im nächsten Schritt muss die Schaftlänge ermittelt werden. Hierbei wird der Abstand der Handgelenke zum Boden gemessen. Zuletzt wird die Griffstärke ermittelt, indem vom Handgelenk bis zum längsten Finger gemessen wird.
Während beim statischen Fitting der Körper eines Golfspielers vermessen wird, kann das dynamische Fitting nur von einem Golfprofessional durchgeführt werden. Denn dieser ermittelt auf der Driving Range den richtigen Schläger anhand des Ballflugs, des Bewegungsablaufs des Golfers, der Anatomie des Golfers und der individuellen Spielweise. Diese Methode des Schlägerfittings dauert deutlich länger.
Beim biometrischen Fitting geht es darum, den Golfschläger an den Spieler anzupassen. Hierbei werden alle relevanten Gelenkpunkte und Körperlängen sowie Rumpfneigung und Rumpflänge berücksichtigt, um den exakten Lie-Winkel wie auch die korrekte Schaftlänge des Schlägers zu ermitteln.
Beim MOI-Fitting werden die Golfschläger auf die Körpermaße und die Schwungfähigkeiten (Kraft- und Energiemöglichkeiten) des Golfers angepasst.
Ein Golfschläger-Fitting kann nur auf eine bestimmte Marke vollzogen werden, denn die Standardschläger einer jeden Golfschlägerfirma – Ping (Golf), Callaway Golf, TaylorMade, Wilson, Adams, Cleveland, Jordan, Titleist – sind verschieden. Ein Golfschläger-Fitting bieten aber nicht nur die hier exemplarisch erwähnten Schlägerschmieden an, sondern auch viele Golfshops sowie Dienstleistungsunternehmen [1], welche sich auf das professionelle Schlägerfitting spezialisiert haben. Mittlerweile gibt es ebenso die Möglichkeit des Online-Fittings. Das Fitting kann einen einzelnen Schläger oder als Komplett-Fitting alle Schläger (Driver, Fairwayhölzer, Hybridschläger, Eisenschläger, Wedge) optimieren. Der Erfolg beim Custom Fitting steht und fällt mit den Erfahrungen des Clubfitters.

Literatur
Jeff Jackson, David Stewart: Total Clubfitting in the 21st Century. A Complete Program for Fitting Golf Equipment. Dynacraft Golf Product, Ohio, ISBN 0-9619413-6-7.
Ralph Maltby: Golf club design, fitting, alteration and repair : the principles and procedures. Faultless Sports, Newark 1974, OCLC 1207444.
Tony Dear: Birdie!. Die ganze Welt des Golf. („Every golf question you ever wanted answered“). Copress-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7679-1027-0.
Vivien Saunders: Das Golf-Handbuch. Ein vollständiger Führer für das grösste aller Spiele. („The golf handbook“). 5. Auflage. Hamburg 2000, ISBN 3-86132-535-7.
Tom W. Wishon, Thomas Grundner: Search for the Perfect Golf Club. Sports Media Group, Ann Arbor, Michigan 2005, ISBN 1-58726-185-5.

Welche Lizenzbestimmungen gelten für den Inhalt der Wikipedia?

  • Texte: Alle Texte sind Open Content und stehen unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike License 3.0 (Unported) (CC-by-sa 3.0).
  • Das gilt für Artikel, Diskussionsseiten, Benutzerseiten, Portale und Seiten aus dem Wikipedia-Namensraum.
  • Aus Kompatibilitätsgründen stehen die meisten Textbeiträge zudem unter der GNU Free Documentation License (keine festgelegte Lizenzversion, ohne unveränderliche Abschnitte und ohne Umschlagtexte). Die genauen Bestimmungen sind unter Wikipedia:Lizenzbestimmungen zu finden.
  • Medien: (Bilder, Töne, Videos etc.) in der Wikipedia stehen unter einer freien Lizenz. Das kann, muss aber nicht die CC-by-sa 3.0 sein; auch andere Lizenzen sind möglich (Liste siehe Wikipedia:Lizenzvorlagen für Bilder). Die Nutzungsbedingungen für jedes Bild sind im Einzelnen auf der jeweiligen Bildbeschreibungsseite zu finden. (Die Bildbeschreibungsseite ist vom Artikel aus durch einen Klick auf das Bild zu erreichen.) Für fast alle Bilder gilt, dass sie kommerziell genutzt und verändert werden dürfen. (Ausnahmen sind solche Bilder, die dem Markenrecht, Wappenrecht oder unter bestimmten Umständen der Panoramafreiheit unterliegen. Näheres siehe Wikipedia:Bildrechte.)

Darf ich Inhalte der Wikipedia weiterverwenden?

"Du darfst Inhalte der Wikipedia spiegeln oder auf deine eigene Internetseite übernehmen. Du darfst die Inhalte abändern, kürzen oder ergänzen. Du darfst sie auch drucken und vertreiben.Einzige Bedingung: Du musst dich an die Wikipedia:Lizenzbestimmungen halten. (Bilder und andere Dateien stehen möglicherweise unter einer anderen Lizenz; dann gelten die jeweils angegebenen Bestimmungen.)"

Folgende Seiten wurden verwendet:

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfball

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfetikette

http://de.wikipedia.org/wiki/Stableford

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfschlag

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfschl%C3%A4ger

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfschl%C3%A4ger-Fitting

http://de.wikipedia.org/wiki/Handicap_(Golf)

über die jeweilige Versionsgeschichte erhalten Sie die Namen der Mitwirkenden!